Veit: Mein erster Schultag!

009UsNvgmrAGkN8-KHDkmIIH3LqdH-1f7XGSBVIvjg4Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich mich in den letzten Monaten im Kindergarten schon sehr gelangweilt habe. Zwischen all den Kleinen und mit nur zwei Mädchen, die mit mir die Vorschulkinder waren, war es eigentlich urfad. Ich war froh, als endlich die Sommerferien da waren! Und in unserem Sommer war ordentlich was los, wir waren viel unterwegs, und mit meinem Freund Daniel habe ich am Attersee viele lustige Dinge erlebt. Wir haben Krebse im Bach gesucht, sind mit den Rädern über die Wiesen gebrettert, durch Gatschlacken gesaust oder haben wilde Verfolgungsjagden und Masters of Dirt nachgespielt. Die Tante Brigitte hat immer gekreischt, wenn sie uns gesehen hat, weil wir so wild unterwegs waren! Einmal hat der Daniel sogar bei mir übernachtet und dann auch ich bei ihm, das war voll lustig!

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vnamKQD_rgeTuiNs9ndmbdzXmifewqyCTyzAVufU8jwjaDL5VqEATcH3PcS4UGhe736IGnfy4wvMjM2JwLmhqsDen ganzen Sommer über haben alle immer wieder gesagt: „Oh, Veit, wenn du in die Schule kommst, dann darfst du das oder das aber nicht machen oder sagen, gel?“ oder „Wirst du in der Schule dies oder das auch machen?“ oder „Na, wenn du das in der Schule machst, wirst du aber ein Problem mit deiner Lehrerin bekommen!“. Nur die Mami hat meistens gesagt, dass es in der Schule bestimmt schön sein wird. Und die muss es ja wissen, oder?

Heute war es jedenfalls endlich soweit! Ich war so aufgeregt, dass ich gestern gar nicht gut eingeschlafen bin und die Mami und den Papi mit so vielen Fragen löchern musste! Und die Mami hat auch so viel gejammert, weil ich bald ein Schulkind und schon so groß bin. Sie hat mich an sich gequetscht und geschnieft, wo ihr kleines Babylein geblieben ist und wer eigentlich der große Bub da ist?

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Wui, nach dem Aufstehen heute bin ich schon hinuntergesaust, weil auf dem Tisch eine schöne Schultüte und eine selbst genähte Patchworkdecke von der Mami gelegen sind. Uuuund: Ein nigelnagelneuer, megacooler Roller! Ich hab mich so gefreut! Nach dem Frühstück haben wir Minna in den Kindergarten gebracht und da habe ich kurz überlegt, ob ich nicht doch lieber dort bleiben soll. Die Mami hat mich nur angelacht und den Kopf geschüttelt. Unter all den Kleinen wäre echt kein Platz mehr für mich.

In der Schlossparkhalle waren alle ganz aufgeregt. Viele Kinder mit Schultüten und viele Erwachsene mit Handys und Fotoapparaten. Dann wurden wir von den größeren Schulkindern mit Liedern und Gedichten begrüßt, und die Frau Direktor hat sehr lange geredet. Und auch der Herr Bürgermeister. Aber endlich haben dann die zwei Lehrerinnen die Kinder von den ersten Klassen aufgerufen und jedes Kind musste hingehen, die Hand geben und sich zu seiner Klasse stellen. Beim Klassenfoto habe ich lustige Gesichter gemacht und dem Lenny Hasenohren. Bis ich den Blick meiner Mama gesehen habe, da hab ich mich dann schnell brav hingestellt. Hinter unserer Lehrerin, der Frau Slama, sind alle Kinder meiner Klasse schließlich in unsere Klasse marschiert. Die Eltern durften nur kurz hinein, weil unser Klassenmaskottchen, der Drache Konstantin, nur herauskommen wollte, wenn alle Erwachsenen weggehen. Der hat nämlich Angst vor Erwachsenen!

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Leider war die Schule urschnell vorbei, eigentlich total blöd! Ich freu mich schon auf morgen, da bleibe ich dann länger, und in den Hort darf ich auch endlich!

Zu Hause habe ich meine Schultüte aufgemacht, es waren ganz viele Naschereien und kleine Sachen drin. Zu Mittag habe ich mir gewünscht, dass wir Running Sushi essen gehen. Elena, Tante Tamara und Onkel Peter waren auch dabei.

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Das war ein schöner erster Schultag. Ein bisschen traurig war ich schon, weil ich die Mami beim Einschlafen gefragt habe, wann es noch einen ersten Schultag gibt und welcher Tag denn morgen ist. Dass es nur einen ersten Schultag gibt und der Tag morgen „zweiter Schultag“ hießt und eigentlich nicht jeder Schultag gezählt wird, habe ich sehr schade gefunden. Aber es ist schön, dass ich so viele Kinder aus meiner Klasse schon von früher kenne und viele Freunde dabei sind. „Wir sind eine wilde Bubenbande, gel, Mami?“, habe ich gesagt. Da hat die Mami gemeint, dass wir nicht eine wilde, sondern eine liebe Truppe sind und auch die Mädchen dazugehören. Dass eine Gemeinschaft zusammenhält, und wenn es einem schlecht geht oder er irgendwo Hilfe braucht, dann unterstützen ihn alle. Das gefällt mir.

Ich freue mich schon sehr auf morgen!

Veit: Urlaub in Mali Losinj

Mali Losinj (101)Letzte Woche war es endlich soweit: Mami und Papi holten uns mitten in der Nacht aus dem Bett und schnallten uns im Auto fest. So sollte unser Urlaub anfangen? Jedenfalls war es noch stockfinster, und Minna und ich mussten die ganze Zeit gähnen. Wir wollten unbedingt munter bleiben und versuchten, auch Mami und Papi mit unseren unzähligen Fragen zu unterhalten. Bis der Papi uns gebeten hat, doch bitte nur einmal für ein paar Minuten den Mund zu halten, ihm wäre schon ganz schwindlig. Die Minni ist daraufhin eingeschlafen, ich hielt es leider nur ganz kurz aus: „Duuu, Mami,…“ Irgendwann bin ich dann trotzdem eingeschlafen.

Die Fahrt hat lang gedauert, aber wir haben uns die Zeit vertrieben und Barbapapas auf DVD geschaut, viel gejausnet und getrunken. Und deshalb mussten wir auch ganz viele Pinkelpausen machen. Abwechselnd, versteht sich. Weil: Wenn man grad nicht muss, dann muss man nicht! Dafür vielleicht 10 Minuten später. Einmal mussten wir hinter einem Friedhof stehen bleiben, da hat sich die Mami vorsorglich auch hingehockt. Was sie nicht gesehen hat, war die Frau, die ganz in der Nähe auf einem Grab die Blumen gegossen und der Mami auf den weißen Popsch gestarrt hat! Aber die Mami hat nur gelacht und im Auto zu uns gesagt: „Wenn man grad muss, dann muss man eben!“

Grad, als wir wieder fragen wollten, ob wir denn schon in Kroatien wären, waren wir tatsächlich da! Hat aber gar nicht anders ausgeschaut als vorher. Also, woher weiß man dann, dass das jetzt Kroatien ist? Wir haben weiter unsere Barbapapas angeschaut und gekichert, weil die wirklich lustig sind. Ich wünschte, ich wäre auch ein Baby. Da könnte ich schreien, wann ich will, und niemand würde mich schimpfen!

„Schau, das Meer!“, hat die Mami dann irgendwann gerufen. Ah, ja, das Meer. Erst als der Papi uns gefragt hat, ob wir denn den ganzen Urlaub in den DVD-Player gaffen wollen, haben wir freiwillig abgedreht und halt das Meer angeschaut. Schaut ja eh wie der Attersee aus, oder?

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Verflixt und zugenäht, bei der Fähre waren aber viele Autos angestellt, und heiß war es außerdem! Auf die erste Fähre hat unser Auto gar nicht drauf gepasst. Also mussten wir noch warten. Das war gar nicht so schlimm, weil wir zuerst mit der Mami zum Kassahäuschen spaziert sind. Bergab ging das einwandfrei, aber zurück war schon sehr mühsam. Grad, als ich mit der Zunge zu hecheln anfangen wollte, waren wir wieder beim Auto oben. Da war es schön kühl drin! Ich durfte bei Papi auf dem Schoß sitzen und das Auto gaaanz alleine lenken, und Minna hat auf Mamis Schoß Baby gespielt. Das liebt sie, die Mami auch, aber nur bis die Minni anfängt, Mamis Brust herauszuholen, das mag die Mami dann nicht mehr so. Vor allem nicht in einer Autoschlange.

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Irgendwann waren wir dann endlich auf der Insel drüben. Nur noch ewig fahren bis zum Ende der Insel, schon wären wir da. Beim Warten auf die Fähre hab ich aber leider viel Wasser getrunken, und so mussten wir wieder recht oft stehenbleiben. Bis die Mami auf die riesigen Spinnen gezeigt hat, die dort haufenweise zwischen den Bäumen hängen und auf Opfer lauern. Dann musste ich nicht mehr so oft Lulu.

Unser Zimmer war leider sehr klein. Aber es gab noch eine Tür und siehe da: Da war noch einmal das gleiche Zimmer auf der anderen Seite! Mit Doppelbett, Safe (den ich im Laufe der Zeit leider zweimal programmiert, aber dann sehr zu Papis Ärger auch gleich wieder den Code vergessen hatte!), einem Kühlschrank mit Red Bull und Cola (das wir gemeinerweise nicht trinken durften), einem eigenen Badezimmer (in dem wir schöne Schaumbadschlachten veranstalteten)  und – das war eindeutig das Beste – einem EIGENEM Fernseher!

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Unser Urlaub war herrlich! Beim Buffet zum Frühstück und zum Abendessen konnten wir essen, was wir wollten! Eis, Kindercocktails, Palatschinken – was will man mehr?! Ich hab mich einmal über einen Haufen Muscheln hergemacht, so schnell konnte der Onkel Peter, der einen Tag nach uns mit Tante Tamara und Elena angekommen war, gar nicht schauen! Für ihn waren dann leider keine mehr da! Kein Wunder, wo der doch immer zu spät zum Essen kam (weil er so beim Fernsehen trödelt oder stundenlang am Klo hockt, sagt die Tamara) und dann hat der immer so lange gebraucht, bis er endlich mal was ausgesucht hat! Ganz zum Schluss haben Minna und ich immer brav noch Melone und Ananas gegessen. Obwohl die Mami gemeint hat, wir sollten das bleiben lassen, das wäre zu gesund für uns und womöglich würden wir von all den Vitaminen noch viel zu gescheit oder gar groß. Ha!

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Obwohl es sogar einen ganzen und einen halben Tag nur geregnet hat, war uns nicht fad. Am Abend gab es Animation, und die Tänzer da konnten wirklich richtig gut tanzen, mein lieber Schwan! Zwei von denen waren total coole Breakdancer. Ich hab sie immer wieder mal am Ärmel gezupft und sie gebeten, dass sie mir was zeigen sollten. Was sie auch gern gemacht haben, die waren sehr nett. Ich hab mich wohl nicht so blöd angestellt, weil eine von den Tänzerinnen zur Mami gesagt hat, dass ich das gut könne und sie schauen soll, dass ich das weitermachen kann. Ich will im Herbst ja eh zu Capoeira gehen! In der Früh hat mir leider oft der Popo wehgetan. Die Mami hat auf eine bestimmte Stelle gedrückt („Steißbein“ hat sie dazu gesagt) und gelacht: „Da bist du wohl recht oft auf deinem Popsch gelandet gestern, was?“ Die Minna hat das Tanzen am Abend auch ganz wunderbar gefunden. Zuerst – bei den Tanzaufführungen – hat sie ihren Mund gar nicht mehr zugekriegt, weil alle so schön ausgeschaut haben in ihren Glitzerkleidern. Und nachher hat sie selbst am Parkett so getanzt, hat sich auf den Boden gelegt, die Beine in die Höhe gestreckt und ein dramatisches Gesicht gemacht. Das hat lustig ausgeschaut.

Ja, was haben wir sonst noch so gemacht? Krebse gefangen – die mir die Elena dann immer gleich wegnehmen wollte, weil sie ihr so leid getan haben, dabei hatten die ein feines Leben in meinem Kübel! -, Eis gegessen, Jetski gefahren (war aber ziemlich kalt da drauf, und die Minna hat so gekreischt vorher, dass sie gar nicht mitgefahren und mit der Mami dann am Ufer geblieben ist), im Pool so gesprungen, dass die Tante Tamara böse geworden ist, weil es so gespritzt hat (hihi!), Eis gegessen, auf einem Boot zu blauen Grotte gefahren. Das war übrigens sehr aufregend, weil alle gleichzeitig hineingeschwommen sind. Es war sehr dunkel und das Wasser da drin eiskalt. Meiner Schwester war so kalt, dass die Mami gesagt hat, sie soll doch kurz versuchen, nicht mit den Zähnen zu klappern, weil sie nicht hören kann, was der Mann da vorne über die Grotte erzählt. Irgendwo kam türkises Licht unten durch, was dann aber schon sehr schön war. Wieder draußen war es zum Glück wieder warm.

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Auf der Rückfahrt haben wir dann Delfine gesehen! Einen ganzen Schwarm! Zuerst waren sie ganz nah am Boot, und dann haben sie sich verteilt und einen richtigen „Ring“ gemacht. Sie wollten nämlich einen Thunfischschwarm einkreisen und verspeisen! Das konnten wir daran erkennen, dass plötzlich echt große Thunfische in hohen Bogen aus dem Wasser in die Luft gesprungen sind und so entkommen wollten. Aber ich schätze, die Delfine waren schlauer. Habe ich schon erwähnt, dass wir viel Eis gegessen haben?

Nach unserem Bootsausflug sind Minna und ich im Bus eingeschlafen. Keiner konnte uns aufwecken, und so haben wir bis zum nächsten Tag einfach durchgeschlafen. So ein Urlaub ist ja auch ganz schön anstrengend!

Mali Losinj (219)Mali Losinj (65)Mali Losinj (44)Mali Losinj (94)Mali Losinj (55)Also, mir hat es in Male Loschien gut gefallen. Ich wollte schon immer auf eine Insel, aber das war ja keine richtige. Ich wollte eine, wo nur eine Palme drauf ist, es einen Sandstrand gibt und Haie drum herum schwimmen. Aber trotzdem war es einmalig! Wir waren sehr traurig, als wir einpacken mussten, weil Mami gemeint hat, dass wir hier wohl nicht mehr hinfahren würden, weil es noch so viele andere schöne Plätze auf der Erde gäbe. Und meine Breakdance-Freunde konnte ich ja auch nicht mehr sehen und mit ihnen üben!

 

Videoeindrücke:

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http://www.4shared.com/video/CVYjcnSgce/MOV_0735.html

http://www.4shared.com/video/4fdZRJ2Wba/MOV_0776.html

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Minna: Im Yspertal

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Die letzte Woche – also unsere erste Ferienwoche – haben Mami, Veit und ich im Yspertal beim Sommeratelier verbracht. Das war echt schön, obwohl auch irgendwie blöd, weil ich am Tag, bevor wir weg fahren wollten, krank geworden bin! Zum Glück bin ich aber ganz schnell gesund geworden! Dafür war dann der Veit krank, den wir nun eigentlich zu Hause lassen wollten. Aber er hat so gejammert, dass er der Mami leid getan hat. Also durfte er doch mit, aber vorne gesessen bin ich im Auto, weil das war schon vorher so ausgemacht. (Mami ist übrigens in Yspertal auch noch krank geworden)

Das Haus, in dem wir da gewohnt haben, war riesengroß! Zuerst haben wir uns von der Mami gar nicht weggetraut, aber wir haben uns jeden Tag besser ausgekannt, und am Ende der Woche hat die Mami uns nur noch gefunden, wenn wir das auch wollten.

In Yspertal war es so schön! Alle Leute waren Lehrer oder die Kinder von denen, und jeden Tag passierte etwas Aufregendes: Raketen oder Dampfboote bauen, im Kinderatelier basteln, malen, kleben, auf T-shirts stempeln, schreien in der „Schreibox“, im Badeteich schwimmen, in der Ysperklamm klettern, auf einem Bauernhof vorbeischauen, Beachvolleyball mit den Großen spielen, Eis essen, Fakeln bauen und damit wandern, Lagerfeuer machen. Besonders gut hat mir der letzte Abend gefallen: Alle durften herzeigen, was sie hier gemacht haben. Es wurde Theater gespielt, gesungen, getanzt und gelacht. Einmal hat mir ein Lied so gut gefallen, dass ich einfach dazu getanzt habe, das war schön! Und wir duften gaaanz lange aufbleiben, so lange, dass schon die Sterne am Himmel geleuchtet haben!

Am letzten Tag waren alle sehr traurig. Veit hat sich in ein Mädchen verknallt, das er gar nicht mehr auslassen wollte. Und ich war auch traurig, weil es schön war, so viel Zeit mit der Mami zu verbringen, und weil ich so viele neue Freundinnen gefunden habe. Veit war ja auch schon wie ein großer Bub. Jeden Tag hat er sich schnell angezogen in der Früh, seine Zähne geputzt und ist allein zum Frühstück abgezischt. Mami hat gesagt, dass sie uns in diesen Tagen beim Wachsen zuschauen konnte, und hat ganz nasse Augen bekommen. Ich glaube, sie war sehr stolz auf uns.

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Am Heimweg sind uns im Auto die Tränen an den Wangen runtergekullert. Wir wollten noch da bleiben! Aber Mami hat gemeint, dass ja heute alle abreisen, und wir sollen uns freuen, dass wir so eine schöne Zeit hatten und dass wir im nächsten Sommer bestimmt wieder ganz viele von unseren neuen Freunden sehen werden!

Unser Beitrag in der „Ysperzeitung“

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zocken, zocken ohne socken

krach gemacht in der nacht

viel gesause ohne pause

jedes eck für uns entdeckt

und nur essen, was uns schmeckt

ohne ende bastelhände

und sogar viel „aha!“

ganz famos bei klein und groß

in den tollen ateliers

malen, staunen, stoffgenäh

raketen schießen, boote bauen

sich auch etwas selbst zutrauen

frösche suchen, feuer machen

fußball spielen, frohes lachen

wandern in der ysperklamm

schwimmen bis man nicht mehr kann

schon kommt ein neuer freund dazu

und „eigentlich, wie heißt denn du?“

kind sein hier in yspertal

finden wir schon sehr genial!

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Veit: Abschied vom Kindergarten

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Auf dem Weg zum Schultaschenfest

Letzten Freitag hatte ich ENDLICH meinen letzten Tag im Kindergarten! Wir Vorschulkinder durften unsere Schultaschen mitnehmen und wurden offiziell „hinausgeschmissen“. Eigentlich war ich gar nicht traurig, ich habe mich in der letzten Zeit schon ziemlich gelangweilt im Kindergarten. Ich war ja nur mit zwei Mädchen als Vorschulkind in meiner Gruppe, das war schon recht fad. Ich freue mich sehr darauf, mit Kindern in der Klasse zu sein, die so alt sind wie ich! Und am schönsten finde ich, dass ich mit meinem Freund Calvin in die gleiche Klasse komme!

Tschüß, Kindergarten!

Tschüß, Kindergarten!

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Mein „Schulkamerad“ Calvin

Mami war zuerst auch sehr froh, dass für mich die Zeit im Kindergarten vorbei ist. “ Noch 63 mal (aus-) schlafen“, hat sie gesagt und gegrinst, „und dann bist du ein Schulkind!“ Sie hat mich gefragt, was ich am Kindergarten am meisten vermissen werde. „Das Spielen in der Puppenecke mit Marie“, habe ich gemeint, denn Marie kommt auch leider nicht in meine Klasse. „Und meine Freunde Paul Peschke und Julian, die ja erst 5 sind, und die Zwillinge Lukas und Christian, die Kleinen.“ Mami hat mich gedrückt und gesagt, dass wir die ja auf alle Fälle auch am Nachmittag treffen oder einladen können.

Am nächsten Tag in der Früh war die Mami ganz bedrückt. Sie hat in meinen Kindergartensachen einen Brief von der Brigitte (meiner Kindergartenpädagogin) für mich gefunden, der sie ganz traurig gemacht hat, weil Brigitte darüber schreibt, wie sehr sie sich immer an mein ansteckendes Lachen erinnern wird und wie schnell doch die Zeit vergangen ist. Dass ich am liebsten in der Bauecke war oder Konstruktionsspiele gespielt habe, und dass ich beim Fangenspielen immer der Schnellste war. Dass ich ein meinem Kindergartenzeichen – dem Clown – alle Ehre gemacht habe, und dass sie sich darauf freut, wenn ich Minna manchmal vom Kindergarten abholen und ihr Geschichten aus der Schule erzählen werde. Mami hat fast geweint, als sie uns den Brief vorgelesen hat! Papi hat sie getröstet und gemeint, dass sie doch stolz auf den großen Bub sein soll, aber sie hat nur etwas von „Zeit geht zu schnell vorbei“ und „er war so ein süßes Baby“ geschluchzt; und: dass das nur eine Mutter verstehen kann, warum sie so traurig ist gerade.

Ja, das ist möglich, denn ich hab meine Mami unglaublich, wahnsinnig lieb, aber ich kann echt nicht verstehen, warum sie so traurig war. Sie wollte doch, dass ich all diese vielen Dinge lerne, und sagt mir immer, wenn etwas gut gelingt, dass sie stolz auf mich ist. Warum schaut sie dann so bedrückt? Erst als ich ihr versprochen habe, dass ich auch noch als Schulkind ganz viel mit ihr kuscheln werde, hat sie wieder ein bisschen gelächelt. Zum Glück!

Wir freuen uns auf die Schule!

Wir freuen uns auf die Schule!

 

Minna: 1, 2, 3,… 4!

DSC_0337Alle haben schon Geburtstag gehabt, und jetzt war endlich ICH an der Reihe! Ich wollte ja schon lange nicht mehr 3 sein, vor allem, weil der Veit oft sagt, dass ich noch ein Baby bin, weil ich noch nicht einmal 4 bin.

Zuerst sind am Sonntag viele von meiner Familie gekommen: Schnurrli-Oma und –Opa, Omimi, Opi, Anna, Tante Tamara, Onkel Peter und Elena. Und die Hunde, natürlich die lieben, lieben Hunde von der Tante Tamara, da hab ich mich gefreut! Wir haben meinen Geburtstag vorgefeiert, weil Omimi und Opi an meinem Geburtstag schon auf Urlaub fahren.

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Stellt euch vor: Jeder hatte ein Geschenk mit! Nur die Geschenke von Mami und Papi sollte ich erst an meinem richtigen Geburtstag bekommen. Jedenfalls habe ich ein tolles Barbie-Wohnmobil, ein Barbie-Pool und Barbie-Pferde bekommen. Und noch viele andere tolle Sachen, aber Elena und ich haben uns gleich das Wohnmobil geschnappt und waren verschwunden. Veit wollte nicht mitspielen, der hat lieber Basketballtricks geübt. Wir haben gegrillt und Geburtstagskuchen gegessen. Ich hab mich sehr über den Besuch meiner Familie gefreut!

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Zwei Tage später war dann mein echter Geburtstag. Mami hat mich aufweckt und „Guten Morgen, kleine Geburtstagsmaus“ in mein Ohr geflüstert. Da hab ich schnell meine Hände ausgestreckt und mit ihr ganz zart gekuschelt. Später ist der Veit in Mamis und Papis Bett gehüpft und hat mich ganz fest gedrückt. Eigentlich mag ich das nicht, wenn ich so gebusselt werde, aber zu meinem Geburtstag halte ich das schon aus.

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Nachdem ich der Mami gezeigt habe, was sie zu meinem Geburtstag anziehen soll (ein Glitzerleiberl, das sie sonst nur zum Ausgehen anzieht; bestimmt haben sich ihre Schulkinder drüber gefreut!), hat sie mir dann die Geburtstagskrone aufgesetzt und mich zu den Geschenken auf dem Tisch geführt. Da waren schon wieder so tolle Sachen dabei, zum Beispiel eine Beach-Barbie und ihr Kind! In meinem Lieblingskleid und meinen Lieblingsschuhen ging es dann in den Kindergarten.

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Am Nachmittag waren meine Freundinnen Lilly, Sophie, Ella, Alina und Sarah zu Besuch. Veit ging mit dem Papi ins Kino. Ich habe alle Geschenke schnell ausgepackt und mich bei allen dafür bedankt. Dann haben wir gespielt, gespielt, gespielt.

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Am meisten haben wir mit dem Lidschatten-Kasten gespielt, den mir die Mami geschenkt hat. Die glitzernden Farben waren viiiiel zu schade, um sie nur für die Augen zu verwenden. Ich war dann ein schöner Papagei und bin mit meinen bunten Armen durch den Garten geflattert. Die anderen Mädchen haben auch sehr schön ausgeschaut.

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Am Abend war ich total müde. Mami hat mich ins Bett gebracht, mir über den Kopf gestreichelt und gesagt: „Vor 4 Jahren waren wir zwei auch schon allein im Bett. Da haben wir gekuschelt und du hast ganz glücklich an meiner Brust genuckelt. Und ich habe mich so gefreut, dass du ein Mädchen bist, weil wir dachten, du wärst auch ein Bub.“ „Ja“, sagte ich ernst, „ und dann hat du meine Wimpern gesehen und gemerkt, dass ich ein Mädchen bin!“ Mami schaute mich verwirrt an und hat dann ganz laut gelacht. „, Nein, Puppi, an deinen Wimpern haben wir nicht erkannt, dass du ein Mädchen bist!“, hat sie gekichert, „ Das haben wir an etwas Anderem erkannt!“

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Veit: Vatertag

Gerade eben war Muttertag, da kommt auch schon der Vatertag!

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Minna und ich haben die Vatertagsgeschenke am Papi vorbeigeschummelt und gut versteckt! Am Abend vor dem Vatertag haben wir der Mami das Gedicht aufgesagt. Also eigentlich nur ich, weil die Minna nicht wollte. Die hat nur der Mami die Karte zum Mitlesen gebracht, damit sie mir helfen kann, wenn ich beim Gedicht nicht weiter weiß. Und dann hat Minna ständig reingeplappert, obwohl sie gesagt hat, dass sie es nicht aufsagt! Das hat mich schon sehr geärgert. Mami hat mich gelobt und gesagt, dass ich das schon recht gut gemacht habe.

DSC_0296DSC_0295Minna wollte dann in ihr Bett, und Mami und ich haben noch ein bisschen gekuschelt. „Morgen bleibt der Papi länger im Bett und du machst das Frühstück“, hab ich zu ihr gesagt, weil das normalerweise umgekehrt ist und die Mami im Bett bleibt und die Nase in eines von ihren Büchern steckt, „morgen ist nämlich Vatertag!“ „Moment mal!“, hat die Mami gesagt, „Das ist nicht mein Papi, sondern eurer! Ihr solltet morgen das Frühstück selber machen, aber wenn ihr mich lieb bittet, dann helfe ich euch dabei.“ Na, toll, das habe ich jetzt vom Älterwerden!

„Duu, Mami, hast du mit deinem Papa auch Vatertag gefeiert?“, habe ich sie dann gefragt. Da hat die Mami traurig geschaut und gemeint, dass das früher nicht so üblich war und außerdem wäre ihr Papa – also mein PinterOpa – gestorben, da war sie sogar kleiner als die Minna. Arme Mami!

„Duu, Mami, findet eigentlich jeder eine Frau?“ – „Naja, nicht jeder, aber die meisten schon.“ – „Duu, Mami, wie hast du eigentlich den Papi gefunden?“ – „Na, der Papi war doch ein guter Freund vom Onkel Peter, und da bin ich öfters mit Tante Tamara und Onkel Peter unterwegs gewesen und habe den Papi kennengelernt. Wir haben ein bisschen miteinander geredet und uns dann ineinander verliebt.“ – „Das hat mir der Papi aber anders erzählt.“ „Ach so? Was hat er denn erzählt, das würde mich jetzt schon interessieren“, hat die Mami da gesagt. „Na, er hat gesagt, er ist auf einer Straße gegangen und du bist da auch gegangen, und er hat dich gesehen und dir gewunken. Und dann hast du zurückgewunken und dich in ihn verliebt.“ Die Mami hat so laut zu lachen begonnen, dass die Minni fast wieder munter georden wäre. „Das stimmt doch gar nicht!“, hat sie gekichert, „Da werden wir den Papi morgen aber fragen, ok?“ – „Duu, Mami…“ – „Jetzt ist es aber dann genug, Hasi“, hat die Mami gemeint, „sei doch mal 5 Minuten still und versuche zu schlafen!“  Ich musste ganz stark nachdenken, hab es dann aber nicht mehr ausgehalten: „Duu Mami, wie lange sind 5 Minuten?“ Da musste die Mami schon wieder lachen.

Am Vatertag war es schön. Die Mami hat dem Papi einen Schokokuchen gemacht und die Minna und ich haben das Gedicht aufgesagt, jawohl, die Minni auch, aber ICH zuerst. Der Papi hat sich sehr gefreut über die Puzzles, die wir im Kindergarten gebastelt haben.

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Veit: byebye, surferboy!

DSC_0099Eigentlich hat die Mami gesagt, dass wir zur Kinderärztin fahren, weil sie wissen möchte, wie groß und wie schwer Minna ist, ob sie gesund ist und ob sie schon richtig sprechen kann, was ich nicht wirklich verstehe, weil meine kleine Schwester den ganzen Tag vor sich hinplappert. Also das kann sie wirklich!

Im Auto hat Mami gemeint, dass es sein könnte, dass Minna auch eine Impfung bekommen muss. Minna hat das Gesicht verzogen und fast zu weinen angefangen. Puh, ich war froh, dass ich keine Impfung brauchte! Mami hat in den Rückspiegel geschaut und Minnis Gesicht gesehen. „Du musst keine Angst haben“, wollte Mami sie trösten,“es ist ja nur ein kleiner Picks, dafür bist du dann vor einer gefährlichen Krankheit geschützt.“ Minna hat immer noch ängstlich geschaut. Die soll sich nicht so anstellen wegen so einer kleinen Spritze. „Außerdem braucht der Veit wahrscheinlich auch eine.“ „Waaaaas??“, musste ich da empört losschreien, „Warum?“ Also erklärte es Mami noch einmal. Dann gab sie im Auto ordentlich Gas, weil wir mit Papis Auto unterwegs waren und gerade aus Mauerbach herausfuhren. Das lieben wir! Uns kann es im Auto gar nicht schnell genug sein! „Boah, Mami! Hast du jetzt die ganzen Kaminha ausgegeben?!!“, wollte ich wissen. Dann sind wir nämlich besonders schnell. Mami lacht dann immer und erklärt irgendwas von 260 Pferden vor dem Auto. So viele hätten da vorne doch gar keinen Platz. Ich glaube, da muss ich den Papi noch einmal genau fragen…

Bei der Ärztin war es dann nicht so schlimm. Ich habe bei der Impung einfach weggeschaut und schon war es vorbei! Die Minna hat versucht zu flüchten, aber Mami hat sie bei der Tür erwischt. Sie hat so laut geheult, das haben bestimmt die anderen Kinder im Wartezimmer gehört und auch gleich Angst bekommen. Kaum war die Impfung fertig, hat sie sofort zu kreischen aufgehört und nach einem Traubenzucker gefragt. Ja, reden kann sie gut, meine kleine Schwester.DSC_0104Als Belohnung durften wir uns etwas aussuchen. Minna wollte zum Bipa zu den Kinderschminksachen und hat sich ein kleines Schminkhandy gewünscht, nachdem sie alle anderen Sachen gründlichst durchprobiert hat.

Ich habe mir einen neuen Haarschnitt gewünscht! Schon sooo lange möchte ich eine Frisur haben, wo ich mir vorne die Haare cool aufstellen kann, aber die Mami liebt meine wilde „Surferboyfrisur“ und würde mindestens zwei Tage lang weinen, wenn die Haare weggeschnippelt würden, sagt sie. Also gut. Hab ich mir halt einen Kaugummi ausgesucht.

Aber: Meine Mami hat mich lieb und nach ein paar Tagen gemeint, wir hätten am Nachmittag einen Termin beim Friseur. Weinen würde sie aber trotzdem, wenn alles ab ist. Und ich müsste dem Friseur sagen, was ich genau wollte.DSC_0239

DSC_0241Dort war es cool! Auf einem iPad durften wir uns Musikvideos aussuchen, die der Friseur ganz laut abspielte. Minna hat getanzt, ich habe nur mitgesungen, weil ich ja stillhalten musste.DSC_0242

DSC_0246Also: Ich liebe meine neue Frisur! Schaut nur, wie cool ich jetzt ausschaue! Und die Mami hat gar NICHT geweint, weil sie sich so gefreut hat, dass ich am Vortag zum ersten Mal „Mama“ geschrieben habe!DSC_0111Danach waren wir noch im Erdbeerland, das war auch schön. Leider musste ich ganz dringend aufs Klo, als wir endlich ganz oben im Erdbeerfeld waren. Unser Kübel war erst halbvoll, aber Mami hatte keine Lust, noch einmal ganz hinauf zu gehen.DSC_0258

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Minna: Mädels unterwegs

IMG-20140422-WA0003Wenn Veit beim Fußballtraining ist, gehört mir meine Mami ganz allein! Das ist toll! Manchmal spielen wir Barbie miteinander, aber das mag sie nicht so gern, weil meine Barbies immer nackt sind. Mami muss sie zuerst immer anziehen und frisieren, vorher kann sie nicht ordentlich spielen, sagt sie. Dann denkt sie sich lustige Geschichten aus, wo immer Verliebte vorkommen. Zum Glück habe ich seit kurzem auch einen Ken, um den sich alle Barbies streiten.

Doch am Tollsten ist es, wenn wir zusammen einkaufen fahren. Ich darf durch die Gänge flitzen und mir alles anschauen. Wenn ich etwas für uns finde, zeige ich es meiner Mama. Leider kauft sie die Sachen fast nie, dabei kann man doch nie genug rosa Labello haben!

Gestern waren wir wieder einkaufen. Im Auto hat  meine Mama am Lenkrad eine Taste gedrückt und etwas gesagt, woraufhin die „Frau im Auto“ geantwortet hat. Fahren wir nämlich mit Papis Auto, sind wir zwar nicht so schnell wie im „Spukiauto“ von der Mami (obwohl Papi immer sagt, seines ist viel schneller!), dafür wohnt dort die „Frau im Auto“, die man allerhand fragen kann. Wir finden es immer unheimlich lustig, wenn Papi mit dieser Frau redet und wir dann immer von hinten irgendetwas laut hineinschreien. „Wie bitte?“, fragt sie ständig, „Meinten Sie Aham Aham?“ Papi lacht auch mit. Beim ersten Mal. Und fragt sie noch einmal. Und noch einmal. Ja, und noch einmal. Beim vierten oder fünften „Wie bitte?“ schaut er uns schon böse im Rückspiegel an, da hören wir dann lieber auf.

Als meine Mama sie gestern etwas gefragt hat, hat die „Frau im Auto“ (wir sollten ihr endlich einmal einen Namen geben) nicht ordentlich zugehört. Da hat Mami ganz laut und deutlich mit ihr geschimpft und „Telefonbuch!!!!“ gerufen. „Wieso bist du jetzt böse auf die Frau?“, habe ich sie gefragt, denn eigentlich ist sie ja immer lustig. „Wie bitte?“, hat uns die „Frau im Auto“ gefragt. Mami hat es noch einmal versucht, aber die Frau hat uns nicht verstanden, weil ich wieder reingeredet habe, hihi. Mami hat dann aufgehört, sich mit unserer Autofrau zu unterhalten.

Unglaublich, aber Mami hatte gestern keinen „Sachenzettel“ mit zum Einkaufen. Sie hat gesagt, dass sie dieses Mal alles im Kopf hat. Ich bin wieder die Gänge abgeflitzt und dort stehengeblieben, wo das Fleisch und die Wurst liegen. „Minna!“, hat die Mami gerufen, dabei wollte ich gerade meinen Finger in die Folie von so einer Packung bohren, schade. Ein bisschen später habe ich sogar ganze, tote Fische dort entdeckt! Immer zwei zusammen, damit sie sich nicht allein fühlen, hat Mami gemeint. Und weil sie gerade nicht hergeschaut hat, habe ich heimlich doch den Finger hineingebohrt, Plopp. Sonst kriegen die Fische ja auch keine Luft.

Stellt euch vor: Ich habe im Geschäft eine Hexe gesehen! Ich bin schnell zu Mami gelaufen und habe die Hexe lieber von da aus beobachtet. „Schau! Eine Hexe!“, hab ich zu Mami gesagt und mit dem Finger auf die Frau gezeigt. „Minna, das ist doch keine Hexe! Die Frau trägt aus religiösen Gründen ein Kopftuch, die muss immer eines auf haben, wenn sie aus dem Haus geht!“, hat Mami geflüstert und meine Hand heruntergezogen. Das hab ich nicht wirklich verstanden, aber Hexe war sie offensichtlich keine.

An der Kassa ist eine alte Frau hinter uns gestanden, die wieder ein Kopftuch auf hatte. „Ist das eine…?“ – „Nein, Minna, das ist auch keine Hexe“, sagte Mami. Ich war mutig. „Hallo, du alte Oma“, habe ich zu ihr gesagt. Die alte Oma hat gelacht.  „Minna!“, hat Mami mir leise zugezischt und die Frau angelächelt. „Wie heißt du? Hast du einen Mann?“ Wo sind deine Kinder?“, ich wollte alles wissen, und sie war sehr nett und hat mir viel erzählt. Ihr Mann ist leider tot. Aber sie hat ja noch ihre Kinder und Enkelkinder. Ich glaube, sie hat sich gern mit mir unterhalten.

Ja, so eine Einkaufstour mit meiner Mami ist schön! Und die Pickerl, die mir die Frau an der Kassa geschenkt hat, habe ich mit dem Veit zuhause geteilt. Damit er nicht so traurig ist, weil er nicht mit uns mit war.

 

Traritrara, die Post ist da!

IMG-20140424-WA0001Für uns bringt der Briefträger fast nie was! Die Mami und der Papi bekommen immer Briefe, auch wenn sie sagen, dass sie sich über diese Post nicht so sehr freuen, weil das meistens Geld kostet.

Jedenfalls freuen wir uns immer sehr, wenn dann doch einmal etwas für uns im Postkasterl liegt!

Unlängst hat uns der liebe Sebastian – Mamis Cousin – zwei Postkarten von seiner Skireise aus Norwegen geschickt. Auf einer Karte war eine kuschelige Robbe, auf der anderen ein süßes Eisbärbaby! Wir finden es schön, dass Sebastian an uns denkt, wenn er so weit weg ist!

Hier kannst du hören, wie sehr wir uns gefreut haben:

http://www.4shared.com/mp3/DljptoWCba/Danke_Sebastian.html